Warum wertvollen Sonnenstrom verschenken? Mit einer "Nulleinspeisung" regeln Sie Ihr Balkonkraftwerk dynamisch so ab, dass genau so viel produziert wird, wie Sie aktuell im Haus verbrauchen. Das schont das Netz und optimiert Ihre Eigenverbrauchsquote.
Was Sie benötigen
Um eine dynamische Leistungsbegrenzung umzusetzen, brauchen Sie drei Komponenten:
- Smart Meter: Einen Sensor am Hausanschluss (z.B. Shelly 3EM oder Hichi IR-Lesekopf), der den aktuellen Verbrauch in Echtzeit liefert.
- OpenDTU/AhoyDTU: Die Schnittstelle zum Hoymiles-Wechselrichter.
- Home Assistant: Das "Gehirn", das die Logik übernimmt.
Die Logik dahinter
Home Assistant berechnet kontinuierlich die Differenz zwischen dem aktuellen Hausverbrauch und der Produktion. Ist der Überschuss zu hoch, wird ein neuer "Limit"-Befehl per MQTT an die DTU gesendet.
Vorteile der dynamischen Regelung
Im Gegensatz zu einem statischen Limit können Sie an sonnigen Tagen bei hohem Verbrauch (z.B. wenn die Waschmaschine läuft) die vollen 600W oder 800W nutzen, während das System in Ruhephasen auf 50W drosselt, um nichts einzuspeisen.
Herausforderungen
Die Regelung sollte nicht zu hektisch erfolgen, um den Wechselrichter nicht zu überlasten. Eine Glättung der Werte (Moving Average) über 30-60 Sekunden ist empfehlenswert.
Fazit
Die Nulleinspeisung ist die "Königsdisziplin" für Balkonkraftwerk-Betreiber. Mit Home Assistant und OpenDTU lässt sich dies ohne teure proprietäre Hardware umsetzen.